Einspruch! Augsburger Thesen für einen solidarischen Staat
Mit ihren gemeinsamen „Augsburger Thesen“ setzen Caritas und Diakonie unter dem Titel „Einspruch!“ fünf Schwerpunkte. (Das ausführliche Papier zu den Inhalten und zur Entstehung der „Augsburger Thesen“ finden Sie in Kürze unter www-caritas-augsburg.de)
1. Armut darf kein Ausschlusskriterium sein
Solidarität gilt auch von oben nach unten. Soziale Gerechtigkeit schließt von Armut betroffene Menschen nicht aus.
2. Kinder und Familien verlässlich unterstützen
Frühzeitige Hilfe vermeidet hohe Folgekosten. Die Finanzierung muss als Investition in die Zukunft auskömmlich bleiben.
3.Pflege darf niemanden arm machen
Pflege ist eine Gesellschaftsaufgabe. Sie braucht eine solidarische Finanzierung.
4. Migration ist eine Chance, kein Problem
Gute Migrationspolitik eröffnet Wege zu Integration und stärkt die Volkswirtschaft.
5. Teilhabe ist ein Gewinn
Teilhabe steht jedem Menschen zu. Gute und verlässliche Inklusionspolitik überwindet Barrieren.
Kirchliche Sozialstation Marktoberdorf feiert Jubiläum Seit 50 Jahren im Dienst der Nächstenliebe: Festakt würdigt das Engagement für pflegebedürftige Menschen und langjährige Mitarbeitende
Die Kirchliche Sozialstation Marktoberdorf gGmbH feierte ihr 50-jähriges Bestehen mit einem ökumenischen Dankgottesdienst, zelebriert von Herrn Pfarrer Klaus Dinkel-Gassert und Herrn Caritasdirektor Diakon Markus Müller. Anschließend fand ein feierlicher Festakt mit zahlreichen Begegnungen im evangelischen Gemeindezentrum statt. Die Geistlichen dankten dabei allen ehemaligen und heutigen Mitarbeiter*innen für ihre Tätigkeit zum Wohle ihrer Mitmenschen. Denn Pflege bedeute heute mehr als nur medizinische Betreuung. Kirchliche Sozialstation bedeute an die Ränder der Gesellschaft zu gehen, alte Menschen, Menschen mit Behinderung und Menschen, die ihr Leben nicht mehr selbstbestimmt regeln können, zu begleiten und ihnen zu helfen.
Darüber hinaus sei es oft auch eine Christusbegegnung „wenn wir als Kirchliche Sozialstation unterwegs sind“, sagte Herr Pfarrer Dinkel-Gassert. Als Christen stehen wir in der Pflicht, die Würde des Menschen in den Mittelpunkt zu stellen, getreu dem Wort Jesu: Was Ihr einem meiner Geringsten habt getan, das habt Ihr mir getan“. Zusammenfassend nannte Herr Diakon Müller, dass unsere caritativen Tätigkeiten gelebte Nächstenliebe seien.
Beim anschließenden Festakt konnten der Geschäftsführer Herr Michael Diepolder und die Geschäftsführerin Frau Brigitta Hofmann der Kirchlichen Sozialstation Marktoberdorf gGmbH, zahlreiche Gäste begrüßen. In persönlichen Anekdoten berichteten beide, wie sie selbst zu dieser Einrichtung gekommen sind. Rückblickend erinnerte Herr Diepolder an die Gründung eines Krankenpflegevereins im Jahre 1901, welcher 1955 aufgelöst wurde.
Auf Initiative des damaligen Pfarrgemeinderatsvorsitzenden von St. Martin, Herrn Karl Weinhardt, wurde der Verein für ambulante Krankenpflege e.V. in Marktoberdorf im Februar 1976 wieder gegründet. Aus diesem Verein heraus entstand 1989 die Kirchliche Sozialstation. Heute ist Träger der Einrichtung die Kirchliche Sozialstation Marktoberdorf gGmbH mit ihren drei Gesellschaftern CAS (Caritas Augsburg Solidarwerk gGmbH), dem Verein Kirchliche Sozialstation Marktoberdorf e.V. und der Katholisch-Evangelischen Sozialstation Füssen gGmbH. In einem kurzen Interview berichtete Herr Diepolder gemeinsam mit Herrn Pfarrer Erwin Ruchte, seinerzeit Dekan des Dekanats Marktoberdorf einen geschichtlichen Abriss der Kirchlichen Sozialstation Marktoberdorf gGmbH.
Aktuell ist die Kirchliche Sozialstation Marktoberdorf in den Bereichen der häuslichen Pflege, als Dienstleister in den zwei ambulant betreuten Wohngemeinschaften Seeg, für das Betreuungsangebot in der Einrichtung Lebensfreude und für die Beratung über die Fachstelle für pflegende Angehörige tätig.
Marktoberdorfs zweiter Bürgermeister Herr Andreas Grieser gratulierte zum Jubiläum und betonte wie wichtig die Netzwerkarbeit zwischen Kommune und sozialen Dienstleistern ist. Seit 50 Jahren erbringe diese wertvolle Einrichtung Qualitätsleistungen, die über normale Dienstleistungen hinausgeht. Dafür dankte er im Namen der Stadt und des Bürgermeisters.
Am Schluss zeichnete Herr Diakon Müller, Herrn Diepolder für 35 Jahre kirchlichen Dienst mit der Ehrenurkunde der Caritas aus. Für 25 Jahre Dienst bei der Kirchlichen Sozialstation überreichte er der ehemaligen Mitarbeiterin Frau Karin Weber das Ehrenzeichen in Gold des Deutschen Caritasverbands.
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